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Traditionelle Schüler (tudi) und Lehrer (laoshe) Beziehung

Die Regeln der traditionellen chinesischen Kampfkunstetikette stehen

für Aufmerksamkeit, Bescheidenheit, Geduld, Respekt und Höflichkeit.

Gegrüßt wird mit der Geste des Willkommens, Dankbarkeit und Ehrfurcht.Die rechte Hand ist „all Zeit bereit“ zur Faust geballt und die offene linke Handfläche umschließt diese friedlich, kontrollierend gemäß dem ausgleichenden Prinzip von Yin und Yang. Traditionell werden die Schüler nach Eigenschaften ausgewählt wie:

offener Geist, Hilfsbereitschaft gegenüber Schwächeren, Lernwillen, Toleranz, Friedfertigkeit und Folgsamkeit.

Die Bereitschaft sich der fremden Kultur zu öffnen wird erwartet. Der Meister oder Lehrer ist kein Trainer den man beliebig
austauschen und konsumieren kann, sondern im Idealfall ein väterlicher Lehrer.

die traditionelle Lehrer-Schüler Beziehung ist eng familiär gebunden

und wird in den Situationen des Alltags für Lektionen zum Verhalten und zur Weltanschauung genutzt. Das Erlernen der Kampfkunst ist in einer solchen Beziehung nicht das zentrale Anliegen. Vielmehr sollen Charakter und Körper geschult werden. Im alten China sorgte der Schüler für seinen Meister in Form von Hilfe zum Lebensunterhalt, bei der alltäglichen Arbeit und auf der gesundheitlichen Ebene. So wurde gewährleistet,
dass der Meister durch diese Entlastung zumindest Zeit für den Kampfkunstunterricht hatte. Für den heutigen europäischen Schüler ist es schwer sich auf diesen vielen Ebenen zu öffnen und ein wirkliches Verständnis für eine traditionell geprägte Kunst zu erlangen.
Viele Bürger unserer Gesellschaft gehen heute gerne den schnellen Weg der Kompromisse, trainieren unregelmäßig und geben sich mit Halbwissen zufrieden. Hier steht Quantität vor Qualität. Der traditionelle Taijiquan Schüler ist aufmerksam dem Lehrer und den anderen Schülern gegenüber. Der Meister ist zufrieden, wenn er diese Aufmerksamkeit erkennt und ist seinerseits um einen Unterricht von hoher Qualität bemüht.

die Bereitschaft zur „eisernen“ Selbstdisziplin

und sich die Zeit für das langjährige, tägliche Üben zu nehmen, sind Schwierigkeiten denen sich der Schüler stellen muss. Die traditionellen Trainingsmethoden sind oft sehr hart und werden gerne mit „bitter Essen“ umschrieben. Es gibt heute viele Lehrer die diese Methoden aus Unwissenheit oder Unvermögen ablehnen. Selbst vor kommerziellen Angeboten vom Fernstudium über Videos wird nicht zurückgeschreckt. Aber gerade traditionelle Methoden sind besonders gut geeignet, den Körper zu kräftigen, den Willen und die Konzentration zu stärken, Geschicklichkeit in der Bewegung zu fördern und die inneren Energien zu entwickeln.

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